„Nenn es nicht Innovation!“

Track: New Work | 15:30 - 16:15 | zoom

Wann? und Wo?

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Vor der Corona-Krise haben viele Unternehmen voll auf Innovation gesetzt. Es wurden Ideenwettbewerbe initiiert, man investierte in interne Start-up Programme oder holte sich Design-Thinking-Coaches in die Firma, um radikale, disruptive Ideen zu entwickeln.
In Anbetracht der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stehen solche Projekte nun auf der Abschussliste. Firmen sehen sich Sparzwängen gegenüber: zu innovieren wird schlicht zu teuer – stattdessen besinnt man sich auf das Kerngeschäft.

Vor allem leidet die Legitimation von Innovation: Ihre Rahmung als Neuland, Abenteuer oder Experiment, welche in normalen Zeiten das Ausbrechen aus Routinen ermöglicht, erzeugt jetzt Misstrauen. Eine Fortsetzung von Projekten, die einen offenen Ausgang haben, ist schwer zu rechtfertigen, wenn Sicherheit ein Grundbedürfnis geworden ist, und sich etwa 90 Prozent der Belegschaft in Kurzarbeit befinden. Was vormals schon dadurch gut war, dass man es „Innovation“ nennen konnte, wird jetzt aus dem gleichen Grund abgelehnt.

Die Überraschung ist aber: Innovationen erleben gleichzeitig ihr goldenes Zeitalter. Weil so viele gängige Strukturen aufgelöst wurden, finden sich in Unternehmen gerade an jeder Ecke Veränderungen. In fast allen Firmen, so wurde mir berichtet, wird mit Arbeitsweisen, Organisationsmodellen und Produktideen experimentiert, um irgendwie eine Antwort auf die neue Situation zu finden. Unbemerkt explodiert also die Menge der Ideen. Alles darf ausprobiert werden. Und was hilft, darf auch bleiben. Die einzige Bedingung ist: „Nenn es nicht Innovation!“

Es ist daher aktuell eine der spannendsten Aufgaben für Organisationen, sich anders auf Innovationen hin zu untersuchen und zu entscheiden, welche Arten und Weisen davon in Zukunft überdauern sollen und welche nicht. Hierzu lade ich in diesem offenen Webinar ein, gemeinsam über die bisher gemachten Erfahrungen sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

Zentrale Fragen zu Innovationen in Zeiten von Corona:
• Welche neuen Mechanismen und Arenen haben in der Krise für Innovationen gesorgt – und lassen sich für die Zukunft sichern?
• Wie entdeckst Du die (noch) geheimen Innovationen Deiner Organisation?
• Wie priorisiert man Innovationsideen und entscheidet darüber, was man verstetigt und was man auf Eis legt?